Von Hobby-Hure und möchte gern Freiern

Aktualisiert: 18. Juli 2021

Sich für Geld berühren lassen.





Nein, Sex ist kein Bestandteil als «Magierin des Körpers». Wenn ich Erotik-Massagen gebe, ist dies keine blosse Sensationslust befriedigen des Klienten.

Erotik-Massagen sind Berührungen die ins Herz gehen.



Wenn ich Frauen massiere, wird weder sie als «willige Stute» noch ich als Hobby-Hure angesehen. Ganz anders, wenn ein Mann für sinnliche Momente in die Praxis kommt: «der will dich nur vögeln». So wird man schnell als Hobby-Hure abgestempelt und der Klient in die möchte gern Freier-Schublade gesteckt.

Warum ist die Einstellung der Gesellschaft anders, wenn eine Frau sich sinnliche Momente für die sie bezahlt, gönnt, als wenn das ein Mann macht?!




Aus Hingabe und weil ich offenbar eine gewisse Begabung habe, buchen mich zumeist Männer in Führungspositionen neben den Erotik-Coachings auch als Erotik-Masseurin.


Bei diesen erotischen seelisch-körperlichen Auszeiten gibt es weder Oralverkehr noch Sex. Und doch kehren diese Kunden oft mehrere Male pro Jahr oder gar monatlich in meine Praxis zurück.


Sie könnten statt zu mir, ins Bordell gehen und dort für weniger Geld ihren Druck in den Lenden entladen. Es wäre einfacher, da die Puffs längere Öffnungszeiten haben, sie aus mehreren Frauen aus den unterschiedlichsten Nationen auswählen können, sie mit den Dienstleisterinnen körperlicher intimer werden dürften. Und doch saget mein Klientel, dass zumeist in der Führungsebene beruflich tätig ist, dass sie dies nicht wollen.



Warum


Weshalb kommen die Menschen dann zu mir? Wo sie mich entweder gar nicht oder nur gegen massiven Aufpreis berühren dürfen – und dies unter klaren Regeln. Kein Küssen, kein Finger in die nasse Vagina schieben, kein Rosetten reiben bis zur Wolllust, kein Fellatio.

Menschen mit Verantwortung haben ein anderes Bedürfnis: sie möchten ihre Seele mit liebevollen, authentischen und auch erotischen Berührungen auftanken. Sie wollen ein Niveau der Erotik, dass ihnen gerecht wird. Natürlich hat auch die animalische Lust Platz, doch eben das in den Grenzen bleiben, das Verantwortung auf Einhalten der Regeln, das loslassen und getragen werden ist ihnen wichtig. Daher kann ich es auch gut verstehen, wenn gerade Top Manager gerne als Devote Kunden zu Dominas gehen.




Was braucht der Mensch?


Babys sterben, wenn sie keinen Körperkontakt haben.


Berührungen sind also nicht nur überlebenswichtig, auch wenn wir als Erwachsene nicht mehr sterben, aber dennoch leidet die Seele.


Die Menschen, welche sich von mir (erotisch) berühren lassen, wollen oft innige Umarmungen. Zärtlichkeiten um ihrem Herzen ein Aufatmen zu gönnen. Und ja, auch Lust will teils befriedigt werden. «Umarmen und dann abspritzen». Nein so ist es nicht. Ich erlebe die Veränderungen der Menschen während der Sessions. Sie werden weicher. Manchmal auch vorübergehend wild oder lassen sich fallen und wollen «dominiert» werden. Sie zeigen sich, was sie in diesem Moment leben wollen.


Menschen mit Verantwortung oder Führungsjobs müssen immer tragen. Doch auch sie sind genau wie der Fliessbandmitarbeiter und wollen gehalten, getragen und liebevoll umsorgt werden.

Nein, es geht nicht darum, dass ich meine Kunden wie ein Baby wiege – owbhol auch dies das Herz enorm erfüllt. Es geht darum, anerkannt zu werden, ohne eine Vor-Leistung zu erbringen. Dass sie als Mensch angenommen werden. Dass sie geliebt werden, so nackt wie sie sein können. Dies ist eine Fähigkeit von mir. Ich kann Menschen in erotischem Setting akzeptieren, führen, ihnen Sicherheit geben, ohne eine Erwartung einer sexuellen Befriedigung an sie zu stellen.


Zugegeben, auch ich muss mich manchmal daran erinnern, dass es in den erotischen Auszeiten nicht um Sensation oder um den Orgasmus des Klienten geht. Er darf Platz haben, aber ist nicht die Essenz oder zwingender Höhepunkt einer Session.



Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen meiner Gäste. Dass sie herzlich sind, auch wenn sie mich monetär hierfür entlöhnen und wenn es eine Begegnung auf Zeit ist.

Sie sind herzlich, freundlich, liebevoll und charmant. Sie lassen auch mich spüren, dass wenn ich mein Wesen zeige, auch mein Gegenüber sein Inneres offenbart. Und ohne Schutzhüllen und im wahrhaftigen Sein, sind alle Menschen liebevoll.

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